Video-Loops mit Apple Clips

Letzte Woche habe ich dieses Video mit viel Spaß gesehen und hatte nun Probleme es wiederzufinden. Darum poste ich es einfach hier. 😊

Es geht um die App Clips und wie man damit Video-Loops baut. Clips ist ziemlich unbekannt, aber ich nutze es gern, um blitzschnell Videos zu schneiden. Dazu nimmt man die Videos zunÀchst auf, um sie dann in Clips zu montieren. Man kann auch direkt in Clips aufzeichnen, aber das finde ich unhandlicher.

Apple MagSafe Battery Pack

Ganz oben auf meiner Wunschliste, das neue Battery Pack fĂŒr die iPhone 12-Generation. HĂ€ngt einfach per Magnet am MagSafe und lĂ€dt induktiv, in beide Richtungen. Man kann das LadegerĂ€t ans iPhone oder das Battery Pack hĂ€ngen und beide auf einmal aufladen. Dabei wird immer zuerst das iPhone aufgeladen und der Akku zuerst entladen. Das kennen wir schon von den Smart Battery Cases. Vorteil hier: Steckt das Kabel im iPhone, hat man gleichzeitig eine Datenverbindung. Oder umgekehrt: An fremden USB-AusgĂ€ngen immer das Battery Pack als “Firewall” anschließen.

Ich habe ein paar falsche Spekulationen zur KapazitÀt gelesen, weil die Autoren in mAh und nicht in Wh rechnen. 11 Wh hat Marco korrekt ausgerechnet. Das muss man aber testen, denn induktiv geht einiges verloren.

iPhone 12 mini und iPhone 12 mit MagSafe Battery Pack (Foto Apple)

iPad Pro 12.9 deutlich billiger

Ich bin ein großer Fan des iPad Pro, und zwar des Modells mit dem großen Bildschirm. Beim kleineren Modell in “normaler” iPad-GrĂ¶ĂŸe greift man besser zum iPad Air und spart eine Menge. Dabei ist das neue iPad Pro mit M1 Chipset teurer geworden: 1309 Euro kostet es nun im Amazon Apple Store. Das 2020er Modell aber kostet satte 400 Euro weniger und geht jetzt fĂŒr 909 Euro und kostet damit kaum mehr als das iPad Air. Das finde ich ein ordentliches SchnĂ€ppchen.

AirPods Max :: Sechs Monate spÀter

AirPods Max und das unbenutzte Case

Vor einem halben Jahr habe ich einen der ersten AirPods Max in Deutschland in Betrieb genommen und war vom Start weg begeistert. Der Kopfhörer hatte eine mir bis dato unbekannte QualitÀt, sowohl in der Verarbeitung als auch im Klang.

Dann begannen die ĂŒblichen Dramen: Untaugliches Case und fehlender Ausschalter. Mon Dieu! Ein halbes Jahr spĂ€ter kann ich sagen: Kein Drama. Im ersten Software-Update hat Apple das Schlafproblem gelöst. Und das Case habe ich zu all den anderen Cases in den Schrank gelegt. Ich brauche es schlicht gar nicht. Aber wenn ich es brauchen wĂŒrde, wĂŒrde es eher einen Platz finden als die anderen Hardcases.

Ich nutze den AirPods Max jeden Tag mehrere Stunden. Er hat nichts von seiner Faszination eingebĂŒĂŸt und zeigt bisher keine Abnutzung. Es ist einfach ein tolles Produkt.

Wenn ich mir was wĂŒnschen dĂŒrfte: Ein 3.5 mm TRRS-Anschluss wĂ€re hilfreicher als dieses flimsige Apple-Kabel. Ich habe noch kein 3rd-Party Produkt als Ersatz gefunden. Der Apple Kopfhörer-Adapter funktioniert nicht und damit wohl auch alle anderen Lösungen, mit denen man einen Kopfhörer am iPhone betreiben kann. Oder hat da jemand andere Erfahrungen?

Zwei Tage mit Lossless und Spatial Audio

Dieses Zitat könnt Ihr Euch einrahmen:

While the difference between AAC and lossless audio is virtually indistinguishable, we’re offering Apple Music subscribers the option to access music in lossless audio compression.

About lossless Audio in Apple Music

Wir werden einen endlosen Strom von Tipps lesen, wie man jetzt “lossless” in höchster Auflösung auf welche Hardware kriegt und am Ende wird es eine große Onanie von Technikern bleiben. Einfach weitergehen, hier gibt es nichts zu hören.

Ganz anders bei Spatial Audio. Das geht nicht durch eine automatische Konversion von bestehendem Material sondern muss neu produziert werden. Das heißt nicht etwa neu komponiert und neu aufgenommen, sondern aus Multitrack-Aufnahmen neu gemischt. Wer Apple Music hat und passende Kopfhörer, der höre sich mal diese Version von Riders on the Storm an. Eine typische Stereo-Produktion aus dieser Zeit, die deutlich links und rechts unterscheidet. Und jetzt schnallt Euch an und hört Euch mal diese Version in Dolby Atmos an. Achtet dabei darauf, wo die Stimmen und die Instrumente her kommen.

Dem Geschmack der Zeit angepasst sind natĂŒrlich auch die Pegel der Instrumente. So hört man den Basslauf deutlich besser. Man musste diese Musik nicht Ă€ndern oder neu aufnehmen, sondern “nur” neu abmischen. Und das ist ein manueller Prozess, der sich nicht automatisieren lĂ€sst. Aktuell gibt es nur ein “paar Tausend” solche Mixe in Apple Music, aber wir werden in Zukunft mehr davon hören. Und wie bei der EinfĂŒhrung von Stereo wird es bessere und schlechtere Produktion geben. Eine schlechte Produktion heißt nicht, dass die Technik nichts taugt, sondern dass man einfach noch mehr Erfahrung damit braucht.

Noch ein Beispiel gefĂ€llig? Marvin Gaye, What’s Going On, zunĂ€chst in Mono, dann in Stereo und schließlich in Dolby Atmos. Es wird etwas dauern, bis viele von uns eine Audio Pipeline haben, die das reproduziert. (Das gilt ĂŒbrigens fĂŒr Lossless noch viel mehr. Kaum jemand kann zuordnen, ob er die Musik gerade mit AAC256, 16/44.1, 24/48 oder 24/192 hört, wenn man es umschaltet, ohne dass er die Einstellung sieht.) Probiert es einfach selbst.

Bei Musik hat Apple das Head Tracking noch nicht implementiert. Das kommt wohl mit den Herbst Updates fĂŒr iOS, iPad OS, und ĂŒbrigens auch fĂŒr tvOS. Wie geht das bei tvOS? Wenn man eine Zeit lang auf den Fernseher schaut, dann kalibrieren sich die AirPods Pro oder AirPods Max. Dreht man dann den Kopf, bleibt die Soundstage stehen. Wenn man in die KĂŒche lĂ€uft, dann endet das Head Tracking und kommt zurĂŒck, wenn man wieder auf dem Sofa sitzt. Ich vermute, das wird bei Musik genauso sein. Es macht wenig Sinn, die Soundstage zu fixieren, wenn man rumlĂ€uft.

AirPods Pro und AirPods Max als Hörhilfe

Mit iOS 15 bohrt Apple die AirPods noch mal auf. Der Trasparenzmodus kann UmgebungsgerĂ€usche reduzieren und sich mit “Conversation Boost” auf die Stimmen genau vor Dir konzentrieren. Das geht immer mehr Richtung HörgerĂ€t. Es ist wirklich kein Wunder, dass die HörgerĂ€tehersteller immer mehr Kopfhörer-Hersteller aufkaufen.

Apple Music :: Dolby Atmos and Lossless have arrived

Music is about to change forever. Introducing Spatial Audio with Dolby Atmos on Apple Music—high-resolution, three-dimensional Lossless Audio at no extra cost. It’s a premium listening experience where sound comes to you from around and above you—the next quantum leap in recorded music from mono to stereo and beyond. Now you can hear (and make) music that’s crisper, clearer, truer to its original studio recordings—and unlike anything you’ve heard. From rock to hip-hop to jazz, classical and pop, from new music made in Spatial to classics remixed or remastered for it, this handpicked playlist is the place to find songs that unlock the magic and full power of spatial sound on Apple Music.

All Apple Music subscribers using the latest version of Apple Music on iPhone, iPad, Mac and Apple TV can listen to thousands of Dolby Atmos Music tracks using any headphones. When listening with compatible* Apple or Beats headphones, Dolby Atmos Music will play back automatically when available for a song. For other headphones, go to Settings > Music > Audio and set the Dolby Atmos switch to “Always On”. You can also hear Dolby Atmos Music using the built-in speakers on compatible** iPhones, iPads and MacBook Pros, or by connecting your Apple TV 4K to a compatible TV or AV receiver. Android is coming soon.

Apple

*AirPods, AirPods Pro, AirPods Max, BeatsX, Beats Solo3, Beats Studio3, Powerbeats3, Beats Flex, Powerbeats Pro and Beats Solo Pro
**Works with iPhone 7 or later with the latest version of iOS; 12.9-inch iPad Pro (3rd generation or later), 11-inch iPad Pro, iPad (6th generation or later), iPad Air (3rd generation) and iPad mini (5th generation) with the latest version of iPadOS; and MacBook (2018 model and later).

Ein paar Gedanken zur Apple WWDC PrÀsentation

Ich bin immer völlig weggeblasen nach diesem schnellen Ritt durch den Apple Software-Kosmos. Und es hat sich wieder mal bestĂ€tigt, dass man die ganzen Artikel vor dem Event in der Pfeife rauchen kannst. WWDC ist fĂŒr Entwickler. Und deshalb bleibt der Shop auch oben. Produkte kommen spĂ€ter und Apple mischt nicht tolle neue Hardware in den Mix mit rein.

Die Details, welchen Nippel mal demnÀchst durch welche Lasche ziehen kann, könnt Ihr woanders lesen. Ich will mich mal auf ein paar Grundthemen beschrÀnken. Vorweg: Ich muss dieses Jahr keine Betas installieren, denn die Software enthÀlt nichts, auf das ich gewartet habe.

Was mir am Wichtigsten ist: Apple bleibt am Thema Privacy dran. Zahlende iCloud-Kunden bekommen jetzt iCloud+, das verschleiert, wer von wo aus welche Webseiten aufruft. Dicker Stinkefinger an die ganzen Datensammler. Selbst Email-Adressen lassen sich verschleiern, wenn man sich wieder irgendwo registrieren muss. Das Tracking von Mails will Apple ebenfalls abstellen. Ein dicker Stinkefinger an alle Newsletter-Versender. Spoiler Alert: “Newsletter” ist bei mir ein Trigger fĂŒr “verschiebe in MĂŒlltonne”. FĂŒr Apps gibt es zukĂŒnftig Privacy-Reports, in denen Apple aufzĂ€hlt, wer wann und wie oft die Rechte nutzt, die man einrĂ€umt. Finde ich supergut, interessiert aber wahrscheinlich kein Schwein, denn sonst wĂŒrde ja niemand Facebook, Insta oder WhatsApp nutzen. Dennoch, das geht alles in die richtige Richtung.

Meine EnttÀuschung war iPadOS 15. Das lernt dieses Jahr die Tricks aus iOS 14. Widgets auf dem Homescreen und App Library zum Beispiel. Beim Multitasking gibt es ein Pflaster auf Holzbein, sprich neue Möglichkeiten, Split View und Slide Over zu organisieren. Was es nicht gibt, ist richtiges Multitasking wie in macOS.

DafĂŒr lernt macOS einen neuen Trick: Mit Keyboard und Mauszeiger von GerĂ€t zu GerĂ€t hĂŒpfen und Daten hin und her schicken. Aber wer arbeitet mit zwei Macs und einem iPad nebeneinander? Warum sollte ich eine Zeichnung vom iPad auf den Mac verschieben? Richtig, weil man auf dem Mac-Bildschirm nicht zeichen kann. Dieser Zirkustrick geht ĂŒbrigens schon mit dem Logitech-Setup in die Hose, der auch drei GerĂ€te nebeneinander versorgen kann. Was man nĂ€mlich wirklich hat, ist ein Arbeits-PC, einen privaten Mac und noch einen iPad, den gerade die Kinder benutzen.

Safari kriegt ein neues Design und erbt ein paar Features von Microsoft Edge, etwa Collections (hier: Tab Groups). Das gefĂ€llt mir. Safari ist ein toller Browser und ich wĂŒnsche ihm ein langes Leben. Zu viele Leute glauben, dass Google Chrome ihr Freund ist. Spoiler Alert: Isser nicht.

Facetime lernt von Teams, Zoom und WebEx. Bei Gruppenanrufen kann man nun auch ein Grid anzeigen, statt der Floating Portraits. Auch der Hintergrund lĂ€sst sich nun weichzeichnen, alles bereits von woanders bekannt. iMessage wird aufgebohrt, aber Apple geht den entscheidenden Schritt nicht. Das bleibt (erwartungsgemĂ€ĂŸ) eine Apple-Show und alle anderen sind nicht erreichbar. Kommunikation findet aber auch außerhalb der Apple-Welt statt und damit kommt ein noch so gutes Facetime oder iMessage nicht gegen die Big Macs an. Apple benutzt ĂŒbrigens intern WebEx, obwohl garantiert jeder Facetime könnte. Bei Microsoft wĂŒrde man sagen: Eat your own dogfood.

Die Fotos-App wird doller, die Maps-App auch, aber davon haben wir nichts, weil auch dieses Jahr noch keine neuen Karten nach Deutschland kommen. Alles, was so richtig doll ist, geht sowieso nur in einem halben Dutzend StÀdten, San Franzisco zuerst. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass Deutschland als allerletztes kommt, man vergleiche einfach die Streetview-Abdeckung.

Die Features von watchOS 8 haben mich nicht umgehauen, aber ich hoffe, hoffe, hoffe, dass die nĂ€chste Apple Watch einen Blutzucker-Sensor bekommt. Health und Fitness bleiben das beherschende Thema und die zunehmede Nutzung bestehender Sensoren macht mich richtig froh, etwa die Erkennung, ob man noch sicher geht und steht. Ich merke bereits jetzt, dass mein Gleichgewicht nicht mehr so gut ist, wie es mal war. Ganz viele der neuen Entwicklungen werden wir hier wohl nie sehen, etwa das Sharing von Gesundheitsdaten mit dem Arzt, die Aufnahme von Perso und FĂŒherschein in das Wallet etc.

Das war fĂŒr mich ein durchgehendes Thema: Die richtig spannende Sachen werden wir lange nicht sehen oder es gibt sie woanders schon. Produkte und Schrift erkennen? Google Assistant. Automatisch ĂŒbersetzen? Google und Microsoft. Das werden wir noch einzeln aufdröseln mĂŒssen.

Zwei Kleinigkeiten noch zum Freuen: HomePod mini wird mit Apple TV gehen und Apple TV kann demnÀchst Spatial Audio mit AirPods Pro und AirPods Max.

Apple AirTags warnen frĂŒher

Frau Brandlinger mit AirTag

Apple kĂŒndigt an:

The recent introduction of AirTag included industry first proactive features that discourage unwanted tracking. Following up on our commitment to continue to improve AirTag’s privacy and security, starting today we will be updating the time period after which an AirTag that is separated from its owner will play a sound when movedThis time period is changing from three days to a random time between 8 and 24 hours. Later this year, we will also introduce an Android application that will enable users to detect an AirTag or Find My network-enabled accessory separated from its owner that may be traveling with a user. 

Ich finde es gut, dass Apple auf die Kritik reagiert, amĂŒsiere mich aber prĂ€chtig darĂŒber, dass den Kritikern erst durch die AirTags aufgefallen ist, dass man diese Produkte so missbrauchen kann. Ich wĂŒrde dafĂŒr dafĂŒr keinen AirTag empfehlen, sondern einen per LTE verbundenen Tracker, der eine prĂ€zise und minutengenaue Verfolgung ermöglicht und sich ĂŒberhaupt niemals meldet.

Ich bin gespannt, wie sich diese Änderung in der Praxis bewĂ€hren. Ich kenne jemanden, der den SchlĂŒssel seines Kindes damit gesichert hat. Nicht etwa, um das Kind zu tracken, sondern weil Kinder solche Dinge verlieren.

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