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edge 40 pro :: Neuer Motorola-Alleskönner

4 April 2023: Motorola today announces the launch of the new motorola edge 40 pro, a smartphone that stands out with the beauty and comfort of its quad-curved, endless edge design, groundbreaking speed of Qualcomm Technologies’ latest Mobile Platform—Snapdragon 8 Gen 2, triple high-res camera system, and an efficient battery with ultra-fast charging capabilities.
Ich mag es, dass Motorola jedes Jahr mindestens ein Android-Flaggschiff herausbringt. Und ich mag die Geräte, weil ihr Android nah am Google-Standard sind und nur wenige, dafür aber sinnvolle Ergänzungen erhält. Das edge 40 pro hat alles, was ein Smartphone schnell macht und ein sehr handschmeichelndes Design. Alle Kanten sind rund, selbst der Bildschirm ist an allen vier Seiten abgerundet.
Interessant ist die Auswahl der Kameras. Auf der Vorderseite protzt das Smarphone mit einem 60 MPixel Sensor. Die Hauptkamera besteht aus drei Teilen: einer Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung, einer Superweitwinkelkamera mit Makrofunktion und einer Portraitkamera, die drei Brennweiten simuliert: 35 mm, 50 mm und 85 mm. Gerade die letzte Brennweite ist für Portraits besonders schmeichelnd. Die Portraitkamera hat 12 MPixel, die beiden anderen Kamera gar 50 MPixel.
Sobald es Testgeräte gibt, werde ich das edge 40 pro testen. Mich interessieren die ganzen Nightmode-Tricks weniger als die Frage, ob die Kamera perfekte Schnappschüsse unter allen Bedingungen schießt. Ich habe selten die Muße, an Einstellungen herumzufummeln.
Was mir an den neuen Smartphones gefällt, sind die mitgelieferten Ladegeräte. Motorola lädt mit 125 W in wenigen Minuten nach. Das ist ein Game Changer. Außerdem nützlich: Die Anbindung an PCs mit “Ready For”.
Mein wichtigstes Buch 2023

Vor ein paar Wochen war mein Freund Ben zu Besuch und während unseres ausgedehnten Spaziergangs erzählte er mir von einem wegweisenden Buch. Unser Thema war Fructose-Intoleranz und Insulin-Resistenz. An irgendeinem Punkt konnte ich nicht mehr weitererklären, weil ich einfach die Grundlagen nicht verstand. Ich wusste lediglich, dass ich Kohlenhydrate meiden muss, um meinen Zuckerspiegel und damit den Insulinspiegel zu regulieren. Das gelang mir nach großer Disziplin von 2017 bis 2019 in den letzten Jahren nicht mehr.
Ben erzählte mir nicht nur von diesem Buch, sondern er schenkte es mir noch am gleichen Abend. Die ersten 20 Seiten waren eher blöd. Man kann die Vorgeschichte locker überblättern, aber dann kommt es knüppeldick und leicht verständlich. Wie Glucose-Moleküle zum Treibstoff des Lebens werden. Wie Glucose, Fructose und Ballaststoffe zusammenhängen und wie weit sich unsere industriell verarbeiteten Lebensmittel von der Pflanzennahrung entfernt haben.
Der zentrale Punkt kristallisiert sich heraus: wir werden nicht vom Kalorienüberschuss krank, sondern von den Glucose-Spitzen. Das beeinflusst nicht nur unser Körpergewicht, sondern auch unser Wohlsein und unsere Psyche. Wenn wir diese Spitzen vermeiden, dann leben wir gesünder, altern langsamer und vermeiden Stoffwechselerkrankungen.
Für Diabetiker wurden kleine Computer entwickelt, die den Glucose-Spiegel permanent überwachen. Man trägt sie auf der Haut, mit einer minimalinvasiv applizierten Kanüle unter der Haut. Irgendwann entdeckten Sportler die Bedeutung dieses Monitoring für ihre Leistungsfähigkeit und das Wissen expandierte sehr schnell.
Das Buch erklärt die Zusammenhänge leicht verständlich. Biologie-Leistungskurs ist nicht erforderlich. Die Autorin entwickelt daraus 10 Life-Hacks, wie man besser essen kann. (Spoiler: Wenn man vor den Spaghetti einen kleinen Salat zusätzlich isst, dann bleibt die Glucose-Spitze aus.)
Ich habe das Buch in wenigen Tagen verschlungen und lebe seit ein paar Wochen diese Hacks. Ergebnis: Ich passe wieder in die engeren Jeans, die ich letztes Jahr weghängen musste.
Jessie Inchauspe – Glucose Revolution: The life-changing power of balancing your blood sugar 8,99 Eur als Kindle-Buch ooder auf Deutsch Der Glukose-Trick: Schluss mit Heißhunger, schlechter Haut und Stimmungstiefs – Wie man der Achterbahn des Blutzuckerspiegels entkommt für 10,99 Eur.
Lesebefehl!
Zound Industries buys Marshall

Marshall Amplification, the 60-year-old company that’s produced iconic guitar amps used by the likes of Jimi Hendrix, Slash, and Kurt Cobain, is being acquired by Zound Industries, the Swedish company that’s previously licensed the Marshall brand for its headphones and speakers. Exact financial terms of the deal were not disclosed, but the resulting company will be the privately owned Marshall Group. The Marshall family will serve as its largest shareholder with a 24 percent stake.
Jim Marshall, “The Father of Loud”, passed away in 2012.
Twitter is dying

Since Musk took over he has set about dismantling everything that made Twitter valuable — making it his mission to drive out expertise, scare away celebrities, bully reporters and — on the flip side — reward the bad actors, spammers and sycophants who thrive in the opposite environment: An information vacuum.
It almost doesn’t matter if this is deliberate sabotage by Musk or the blundering stupidity of a clueless idiot. The upshot is the same: Twitter is dying.
I live here now: social.heise.de/@vowe
What if the Metaverse is already over?

Lots of bad news about the Metaverse. It has fallen from grace. Microsoft is cutting back on their hardware unit after having failed to deliver what they promised to the US military, Zuckerberg has after renaming his company Facebook to Meta and dumping billions of dollars into a bottomless pit, has shifted development resources to AI. Web3 has revealed itself what is is: another money grab by the crypto bros. Now Disney is closing its Metaverse department.
The photo at the top is not from the future. It’s from the past.
As is turns out, the future is not Metaverse. AI is the next big thing.
Weder Abenteurer noch Poser

Ich bin immer noch total happy mit einer ganz normalen Apple Watch in Alu. Kein Bling, kein Klotz. Aber jeden Tag alle Ringe schließen. 2840 Tage.
Aber was ich dringend haben wollte, wäre ein Continuous Glucose Monitor. Aus Gründen.
Apple WWDC 2023 ab 5. Juni

CUPERTINO, KALIFORNIEN Apple hat heute angekündigt, dass die jährliche Worldwide Developers Conference (WWDC) vom 5. bis 9. Juni 2023 in einem Online-Format stattfinden wird. Am Eröffnungstag haben Entwickler:innen und Studierende die Möglichkeit vor Ort im Apple Park zu feiern. Die Teilnahme an der WWDC23, die die neuesten Entwicklungen von iOS, iPadOS, macOS, watchOS und tvOS in den Mittelpunkt stellen wird, ist für alle Entwickler:innen kostenlos. Als Teil von Apples kontinuierlichem Engagement, Entwickler:innen bei der Erstellung innovativer Apps zu unterstützen, wird die Veranstaltung auch einen einzigartigen Zugang zu Ingenieur:innen von Apple sowie Einblicke in neue Technologien und Werkzeuge bieten, die Entwickler:innen helfen, ihre Visionen zu verwirklichen.
Für Schüler:innen/Student:innen gibt es wieder eine Swift Student Challenge. Mindestalter in der EU ist 16.
Voice Isolation in the Phone app

It’s finally here, after the iOS 16.4 Update. While in a call, open Control Center, tap on Mic Mode and select Voice Isolation. Boom. Now you can use AirPods for phone calls on the go.
Frühlingsangebote bei Amazon

Angebote gibt es bei Amazon in regelmäßigen Zyklen. Meine Empfehlung: Anschaffungen ein bisschen aufschieben und dann in einer solchen Aktion kaufen. Nichts kaufen, nur weil es billig erscheint.
Ich zähle einige Dinge auf, die mir auffallen und ich würde mich freuen, wenn ihr sie fleißig nutzt, weil dann auch etwas bei mir hängen bleibt, ohne dass Euch das etwas kostet. Es zählt der Versuch: Alles, was Ihr nach dem Sprung in den Warenkorb steckt und am selben Tag kauft, zählt auch. Was vorher drin war, nicht.
- Klassiker: Microsoft 365 Family. 6 User, 6 mal 1 TB Cloudspeicher. Man kann im Voraus kaufen und registrieren. Bei mir läuft die Lizenz aktuell mehrere Jahre in die Zukunft.
- Software für die Steuerklärung, die ihr dieses Jahr für 2022 abgeben müsst.
- Kindle kauft man immer nur in Rabattzyklen und überraschend ist selbst der große Kindle Scribe dabei, den ich aktuell nutze: 310 statt 370 Eur. Kindle Paperwhite für 85 statt 130 Eur fällt mir noch ins Auge.
- tado ist mit seinem ganzen Thermostat-Angebot dabei, witzigerweise zum Ende der Heizperiode. 30% nomineller Rabatt.
- Die datensparenden Homekit-Komponenten von Eve sind dabei. Wichtig: Es muss Thread bzw. Matter drauf stehen, sonst erwischt man eine alte Komponente. Gehen mit Thread nur in HomeKit, aber nach dem Upgrade auf Matter auch mit anderen Umgebungen wie SmartThings, Google Home etc.
- Mit Bosch und Meross habe ich keine Erfahrung. Da seid Ihr auf euer eigenes Urteil angewiesen.
- Plantronics – Voyager 5200 (Poly) für 71 EUR
- Gardena Aquabloom für 81 EUR
- Der Huawei MateView 28 Zoll 3:2 Bildschirm ist mit 469 Eur im Angebot
- Surface Pro 9 (i5, 8GB RAM, 256GB SSD) für 969 statt 1299 Eur
Diese Liste wird noch viel länger werden. Kommentiert mir Eure Tipps.
New Teams app for Windows hits preview; GA slated for June

I suggest you read Mary Jo Foley’s analysis. She is always on top of things. My own findings:
- The Windows client is a complete rewrite. Users will be able to switch back and forth, for a while.
- The new Teams up looks akin to the consumer version of Teams, that already has been made available in GA.
- Microsoft claims twice the speed and half the memory requirements. Here is your incentive to move soon.
- The rewrite moves the architecture from Custom HTML/JS on top of Angular on top of Electron to a new stack based on Microsoft WebView2. It contains three layers: Fluent, React, and a client data layer.
- There is now a multitude of for-pay options like Teams Premium, or a Teams Copilot. You can make it as expensive as Microsoft desires. I see some contract work coming up.
- Not important for most users, but a must-have for almost all IT guys: multi-tenant login with notifications from all tenants. Hooray.
Jabra Elite 4 : Ich verliere den Überblick
[Update: Elite 4 löst Elite 3 ab, wie mir Jabra mitteilt. Damit ist die Lage wieder übersichtlich.]
Jabra bringt am laufenden Band neue drahtlose Earbuds zu unterschiedlichen Preispunkten heraus. Und so langsam wird es mir zuviel. Bei Apple ist es einfach AirPods ohne ANC, AirPods Pro mit ANC. Bei Jabra gibt es sieben. Ich will mal etwas Ordnung einbringen und meinen Favoriten nennen. Wahrscheinlich sieht man ihn sofort:

Die Preise in der letzten Spalte wird man nicht zahlen müssen, weil das nur die Listenpreise auf der Jabra Website sind. Selbst dort gibt es oft bis zu 33% Rabatt.
Elite 3 ist das Einstiegsmodell ohne Schnickschnack. Klapprigeres Case ohne Qi-Charging und EarBuds ohne ANC. Die Active-Modelle haben ein besonders rutschfestes Coating, damit sie beim Sport bombenfest sitzen.
Die drei teuersten Modelle adressieren iPhone-User. Das sieht man am AAC Codec, der optimal zum iPhone passt. Die vier preiswerteren passen eher zu Android, auch wenn viele der teureren Smartphones neben dem Qualcomm aptX auch den Standard AAC unterstützen.
Die teuren Modelle haben sechs Mikros, also drei links und drei rechts. Das ist besser für die Telefonie. Beim 7 Pro sind zwei Mikros Knochenschall-Sensoren. Das hat mich nicht überzeugt. Die beworbenen Akkulaufzeiten erreicht man nur, wenn man ANC ausschaltet, und das will man eigentlich nicht.
Elite 4 ist das neueste Modell, was man an Bluetooth 5.3 sieht. Mein Favorit aber ist das Elite 5, weil es mir den meisten Mehrwert bietet. Das Elite 3 ist ein guter Kauf für die Kids, die sowieso immer alles verlieren. . Da gibt es schöne Farben und der Preis liegt häufig im 50er Bereich. Die Elite 3 Active kosten dasselbe.
Um das IP Rating muss man sich nicht sorgen. Jabra tauscht in den ersten beiden Jahren, ohne zu fackeln.
Elgato liefert meinen Sound

Ich habe jede Menge Audio-Gear, mehr als genug Headsets, aber wenn es auf guten Klang ankommt, dann benutze ich diese Kombination:
- Das Shure MV7 ist das für mich ideale Mikrofon. Man kann es per USB anschließen, und das würde die nächste Komponente unnötig machen, aber bei mir ist es per analogem XLR-Kabel angeschlossen. Alternativ würde ich ein Shure SM58 nutzen. Beides sind dynamische Mikrofone, die man aus kurzer Distanz bespricht und die weniger Umgebungsgeräusche als Kondensatormikrofone aufzeichnen. Den serienmäßigen Popschutz habe ich gegen den Shure RK345 des Shure SM7B ersetzt.
- Das Elgato Wave XLR ist mein Audiointerface. Daran angeschlossen sind das Shure-Mikrofon und ein Kopfhörer, hier ein Marshall Major IV, weil er so saubequem ist. Alternativ könnte ich auch drahtlose Earbuds direkt vom PC befeuern, hätte dann aber eine digital bedingte Latenz beim Monitoring meiner eigenen Stimme. Und das vermeide ich bei diesem Setup. Ich höre mich selbst stets perfekt und kann damit meine Stimme besser anpassen. Das passiert direkt im Wave XLR, bevor das Signal im PC weiterverarbeitet wird.
- Mit dem Elgato Wave XLR kommt ein Software-Mischpult. Das Elgato Wave Link läuft nur, wenn man ein Wave-Gerät anschließt. Das ist der Kopierschutz. Neben dem Mikrofon habe ich vier weitere Soundquellen definiert: Music, Youtube, Clubhouse, System. Ein weiterer Kanal ist frei. Hier steckt die eigentliche Power dieses Setups. Für jeden Kanal kann ich aussteuern, wie laut ich das Signal auf dem Monitor (mein Kopfhörer) und dem Mix ausgebe. Im Kanal Clubhouse, der auch für Teams, Zoom & Co steht, will ich das empfangene Signal hören, aber nicht wieder rausschicken. Systemtöne will ich nur mit halber Lautstärke hören, aber nicht in mein Meeting schicken.

Jeder Kanal kann über standardisierte Plugins verändert werden. Hier nutze ich Elgato Noise Removal, Elgato EQ und LoudMax. Das erste Plugin entfernt Störgeräusche, das zweite passt Frequenzgänge an, das dritte komprimiert den Sound. Leises wird lauter, Lautes wird am Übersteuern gehindert. Das ist ein unfairer Vorteil gegenüber anderen Sprechern. 🙂

Bin ich wunschlos glücklich? Nein. Mir fehlen zwei Dinge:
- Autoducking, das den Musikkanal automatisch leiser macht, wenn ich spreche, und dann den Pegel wieder anhebt.
- Wave Link überlebt den Sleep Modus meines Microsoft Surface nicht. Wenn der Rechner morgens aufwacht, scheint alles zu funktionieren, aber Monitor und Stream Mix liefern nur den Pegel 0.
Das zweite Problem kann nur Elgato lösen und laut Release Notes haben sie es auch schon, aber bei mir tritt der Fehler “seit immer” auf. Das erste Problem ließe sich mit einem Elgato Streamdeck lösen, aber das habe ich nicht in meinem Arsenal. So greife ich halt mit der Maus nach dem Software-Mischpult, das auf einem eigenen Desktop liegt. Das ist viel fehlerträchtiger als ein einfacher Knopfdruck. Falls Elgato das liest: Es ist höchst unwahrscheinlich, dass ich den Kanal auf dem Mischpult neu anordnen will. wenn ich dicht neben den Regler greife.
Wer sich nun ein Wave XLR anschaffen will, sei auf zwei Einsparmöglichkeiten hingewiesen:
- Elgato hat ein eigenes dynamisches Mikro im Angebot, das ich nicht getestet habe.
- Das Shure MV7 gibt es auch als Shure MV7X, das sich ausschließlich per XLR anschließen lässt. Man spart 100 Eur aber verbaut sich die USB-Option.
Warum Wave XLR, wenn ich auch leistungsfähigere Interfaces mit mehr Kanälen habe? Einfache Bedienung mit nur einem Knopf und eine Mute-Taste. Das braucht man!
Was bringt der ganze Aufwand? Kopfhörer auf:

Alternatives Setup: Elgato Wave:3, ein dynamisches Mikro, das auch den Wave Link Softwaremixer freischaltet.
Outstanding drone footage
If you watch one video today, make it this one. A DJI drone flying full speed racing the Team Malizia IMOCA Sea Explorer enroute to Cape Horn. Rosalin Kuiper flies the ship, Antoine Auriol flies the drone, co-skipper Will Harris gets soaked, while skipper Boris Herrmann and navigator Nicolas Lunven are asleep.
vivo X90 Pro :: Atemberaubendes Tempo

Alles ist schnell bei vivo. Es ist zwei Jahre her, dass mich bereits das erste Smartphone auf dem deutschen Markt überzeugt und schnell zu meinem Lieblings-Android wurde. Kurz danach erschien bereits das X60 Pro, das erste mit dem deutschen Partner ZEISS entwickelt Gerät auf den Markt kam. Letztes Jahr dann das X80 Pro, mit ich zunächst fremdelte, weil es die schlanke Statur der ersten Beiden aufgab. Und gerade einmal neun Monate später liefert vivo das neue Spitzenmodell X90 Pro.
Eine kleine Nebenbeobachtung: Alternierend verbaut vivo ein Periskop-Tele, bei der sich eine Linse parallel mit dem Display verschiet. X51 Pro und X80 Pro hatten eins, das X60 Pro und das X90 Pro haben keins. Ich kann darauf sehr gerne verzichten, da es eher ein Partytrick ist, seine Nachbarn mit so einem Tele zu stalken. Bewegte Objekte wie etwas Vögel kriegt man nicht schnell genug in den Sucher.
Das X90 Pro geht also zurück zu den wichtigeren Dingen: 1 Zoll Sensor mit 50 Megapixel (Sony IMX989) für die Hauptkamera, ein weiterer 50 Megapixel-Sensor (IMX 758) für das Porträtobjektiv mit 50 mm-Äquivalent, dazu ein 12 Megapixel-Sensor (Sony IMX663) für das 106 Grad Superweitwinkel. Die Objektive wurden mit ZEISS entwickelt und erhalten das patentierte T*-Coating. Das Display wird von SCHOTT xSensation Up geschützt. Das Traditionsunternehmen aus Mainz gehört ebenfalls zur Carl Zeiss Foundation.
Die restlichen Specs einfach als Kopie aus dem vivo-Material:

Ein eher unbeachtetes Detail gefällt mir ganz besonders, das 120 W-Netzteil lädt nicht nur das Smartphone mit atemberaubendem Tempo sondern es eignet sich auch für andere Geräte. Man muss das Kleingedruckte lesen:

Wie man sieht, sind die USB PD Profile für 15, 27, 36, 45 und 65 W enthalten. Um das X90 Pro mit 6 A laden zu können, muss man das mitgelieferte dicke Ladekabel verwenden. Geräteseitig verteilt sich der Strom dann auf zwei Akkus. Was bringt das? Nehmen wir an, man hat vergessen, das Handy aufzuladen und hat nur wenige Minuten Zeit, den Fehler auszubügeln. Ich habe es probiert. Binnen sieben Minuten wird der Akkustand von 9 auf 54% erhöht:

Wenn der Akku voller wird, dann nimmt das Ladetempo ab. Aber man kommt binnen weniger als einer halben Stunde von null auf hundert.
Ich habe das Gerät erst seit einem Tag und konnte noch gar nicht die ganzen Kamera-Features ausprobieren. Aber ich bin froh, dass eines meiner Lieblingsfeatures vom X80 Pro übernommen wurde: Die automatische Parallaxe-Korrektur, die den Winkelsensor des Smartphones nutzt, um fallende Linien auszugleichen. Das erste Sample-Image zeigt ein normales Foto, das zweite dann die korrigierte Version.


Was ich beim X80 Pro wenig genutzt habe, sind die verschiedenen Portrait-Modi, die sich aus bekannten ZEISS-Objektiven ableiten. Diese nehmen jetzt auch bei der 32-Megapixel-Frontkamera Einzug. Auch dazu zeige ich nur ein paar Samples. Man achte auf die Lichter im Hintergrund:




Ich wünsche mir dann mal Kellner, die wissen, dass man sich nicht stocksteif hinstellt, sondern sich auf Augenhöhe des Gastes bückt, wenn man ein Foto macht. 🙂
Ein paar Dinge, die mir außerordentlich gefallen: Das X90 Pro fühlt sich weniger kopflastig an als das X80 Pro und verzichtet auf die spiegelnde Fläche um die Kamera. Der Fingerabdrucksensor unter dem Glas ist kleiner als beim Vorgänger, aber dafür pfeilschnell. Die Rückseite aus “veganem Leder” ist sehr angenehm und gefällt mir besser als das übliche Glas.

Unverändert bleibt das auf Android 13 basierende Funtouch 13, das anders als bei Samsung keine eigenen App-Doubletten liefert, sondern einfach die Google Suite nutzt. Mit Crapware wie Facebook hält sich vivo vergleichsweise zurück. Diese wenigen Apps lassen sich geschwind deinstallieren. Alle systemnahen Dienstprogramme fasst vivo in einem iManager zusammen, der Speicher aufräumt, Apps verschlüsselt oder die Batterienutzung überwacht. Dort lässt sich auch der Ultra Game Mode einschalten, der mir komplett am Allerwertesten vorbeigeht. 🙂
Das X90 Pro wird ab heute für 1199 Eur angeboten. Das ist eine Stange Geld, aber immerhin 100 Euro weniger als vivo zunächst für das X80 Pro aufgerufen hat. Im Karton sind das Smartphone, das 120 W-Ladegerät, das USB-C Kabel, ein Clearcase. Auf dem Smartphone ist ein Screen Protector laminiert.
